Das Jahr 2025 hat es ermöglicht, solide Grundlagen für das Projekt BikeIn-FR25 zu schaffen. Damit sind die Voraussetzungen gegeben für 2026, das Jahr der öffentlichen Auflage des kantonalen Routennetzes mit seinen 1’900 Kilometern.
„Wir freuen uns sehr auf 2026!“ – und das aus gutem Grund: Die öffentliche Auflage des kantonalen Mountainbike-Routennetzes wird im ersten Halbjahr des kommenden Jahres stattfinden.
Rückblick und Ausblick mit Frédéric Perritaz, Koordinator MTB & Velotourismus bei der Freiburger Tourismusorganisation, sowie Fabien Clément, Mitgründer von FRide und Mandatsträger für die Umsetzung des Projekts BikeIn-FR25.
Begleitung der Leistungsträger
Rund 100’000 Franken wurden in bikefreundliche Ausrüstung und Infrastrukturen im Kanton Freiburg investiert. Zahlreiche Leistungsträger konnten dabei unterstützt werden, darunter Bergbahnunternehmen, die neue Mountainbike-Strecken eröffnet haben, sowie Gemeinden und Viehzuchtgenossenschaften.
Besonders gefragt waren Durchgänge bei Zäunen und Abschrankungen, die sich als das Produkt des Jahres erwiesen. Ein weiteres Zubehör, das bei den Leistungsträgern grossen Anklang fand, ist der Veloständer. Mehrere Buvetten und Campingplätze bieten ihrer Kundschaft inzwischen geeignete Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.
„Dank einer Finanzierung aus der Neuen Regionalpolitik (NRP) können wir die Leistungsträger mit 20 % der Kosten unterstützen“, betont Fabien Clément. „Der zugesprochene Fonds belief sich auf 200’000 Franken, sodass wir noch zahlreiche weitere Projekte begleiten können.“
Auf dem Weg zu einem neuen Bike-Hotel
Das Interesse der touristischen Leistungsträger an der Zielgruppe der Velofahrenden wächst stetig. Das Hôtel des Innovations in Marly wird künftig spezielle Angebote für Radsportbegeisterte bereitstellen. Die Betreiber planen, bereits ab dem kommenden Frühling in bikefreundliche Infrastrukturen zu investieren.
„Es handelt sich um das grösste Hotel des Kantons – das ist ein sehr positives Signal für die Bike-Community“, freuen sich die Mitgründer von FRide.
Seitens des Mandatsträgers laufen die Gespräche mit den Lieferanten weiter, um die bestmöglichen Lösungen anzubieten. „Wenn möglich mit lokalen Anbietern“, präzisiert Frédéric Perritaz. „Unser Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft zu fördern.“
Öffentliche Auflage des kantonalen Routennetzes
Rund 1’900 Kilometer Mountainbike-Strecken werden bis zum kommenden Sommer einer Legalisierungsprozedur unterzogen. Die Fristen der verschiedenen Vernehmlassungen sind inzwischen abgelaufen.
„Vor der formellen öffentlichen Auflage stehen noch mehrere Präsentationssitzungen für die kommunalen Behörden an“, halten die beiden Mitgründer von FRide fest. Dieses kantonale Routennetz bildet den zentralen Kern für die Entwicklung des Velo- und Mountainbike-Tourismus. Es ermöglicht ein koordiniertes, strukturiertes und legales Angebot, das gezielt darauf ausgelegt ist, Bikerinnen und Biker auf attraktive Routen zu lenken. Und wie geht es danach weiter? „Es folgt eine Phase der Information und Kommunikation“, erklärt Frédéric Perritaz, ebenfalls Koordinator MTB & Velotourismus bei der Freiburger Tourismusorganisation. „Anschliessend kommt die Signalisation aller Routen, was einen erheblichen Koordinations- und Umsetzungsaufwand erfordern wird.“
Klingeln für ein gutes Miteinander
Einer der zentralen Schwerpunkte des Projekts BikeIn-FR25 ist die Koexistenz der verschiedenen Nutzergruppen auf Wegen und Routen. Im Jahr 2025 wurden 5’000 Fahrradklingeln über Velofachgeschäfte und bei Veloveranstaltungen verteilt.
„Jede Klingel wurde mit einem Sensibilisierungsflyer zur gegenseitigen Rücksichtnahme abgegeben“, erläutert Fabien Clément. „Für diese Massnahme konnten wir 40’000 Franken an öffentlichem und privatem Sponsoring gewinnen.“ Für 2026 beläuft sich das gesicherte Budget auf 65’000 Franken, womit 8’000 Klingeln verteilt werden können – ein starkes Zeichen, um die wichtigen Regeln des respektvollen Miteinanders noch weiter und deutlicher hörbar zu machen.


